Vorbeugung
So erkennen Sie Schreiben von Betrügerbanden:
- Massenversand
Die Adresse auf den Briefen ist meist von Hand geschrieben.
- Englische Sprache
Die Briefe sind meistens in Englisch verfasst.
- Unpersönliche Anschrift
Die Anschrift beginnt meist mit "The managing director", "The president" o.ä.
- Herkunft Afrika
Die Betrüger sind meistens in Nigeria erreichbar (es können aber auch andere afrikanische oder sogar europäische Länder sein).
- Offizielles Schreibpapier
Teilweise sind die Schreiben auf offensichtlich gefälschtem Geschäftspapier offizieller Stellen verfasst.
- Fotokopierte Briefe
Die Briefe sind meistens fotokopiert; sie werden im Massenversand verschickt.
- Vertraulich
Die Schreiben sind meist
gekennzeichnet mit "confidential", "strictly confidential", "urgent".
Die Schreiben enden häufig mit Floskeln wie "please treat this
transaction as strictly confidential", "this information is highly
confidential"; "this subject is classified sensitive". - Dringlich
In den Schreiben wird meist auf die absolute Dringlichkeit eines Geschäftsabschlusses hingewiesen. Hohe
Geldsummen. Es wird von sehr hohen Geldsummen gesprochen, die
kurzfristig auf Ihr Konto transferiert werden sollen (von 25 bis 90
Mio. US$). - Hoher Gewinn
Der versprochene Gewinn beträgt meist 15 bis 35% dieser Summe. So schützen Sie sich:
- Nicht antworten und Briefe vernichten
Das BAP
rät dringend, auf solche Schreiben gar nicht zu antworten, nicht einmal
im Sinne einer Absage. Die Täter kommen sonst in den Besitz von
Originalunterschriften, Geschäftspapier, Telefonnummern oder
Bankverbindungen. Diese können zu betrügerischen Zwecken verwendet
werden, etwa für Vollmachten, Visagesuche oder Banktransaktionen. Das
BAP empfiehlt, die dubiosen Briefe und Faxe zu vernichten
beziehungsweise Mails zu löschen. - Sich bei offiziellen Anlaufstellen informieren
Selbstverständlich gibt es auch seriöse nigerianische Geschäftsleute,
die wegen des schlechten Rufes, den Nigeria durch diese Betrügerbriefe
inzwischen erlangt hat, grosse Einbussen erleiden. Wer neue
Geschäftsbeziehungen mit nigerianischen Partnern eingehen will und
unsicher ist, ob es sich um seriöse Geschäftsleute oder um Betrüger
handelt, kann bei seiner Bank, bei der Schweizerischen Zentrale für
Handelsförderung oder bei der Schweizerischen Botschaft in Lagos
Erkundigungen einholen.
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