Schweizerische Kriminalprävention - Prévention Suisse de la Criminalité


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Martin Boess

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Nigerianische Betrügerbanden

Nigerianische Betrügerbanden agieren auch in der Schweiz

Nigerianische Betrügerbanden agieren auch in der Schweiz

Nigerianische Betrügerbanden belästigen mit dubiosen Briefen und E-Mails Firmen, Institutionen und Privatpersonen.

Sie passen dabei ihr Vorgehen neuen Gegebenheiten an. Empfängerinnen und Empfänger von zweifelhaften Angeboten mit hohen Ertragsversprechen sollten keinesfalls auf diese Schreiben antworten, sondern solche Schreiben vernichten beziehungsweise Mails löschen, rät das Bundesamt für Polizei (BAP).

Vorbeugung

So erkennen Sie Schreiben von Betrügerbanden:
  • Massenversand
    Die Adresse auf den Briefen ist meist von Hand geschrieben.
  • Englische Sprache
    Die Briefe sind meistens in Englisch verfasst.
  • Unpersönliche Anschrift
    Die Anschrift beginnt meist mit "The managing director", "The president" o.ä.
  • Herkunft Afrika
    Die Betrüger sind meistens in Nigeria erreichbar (es können aber auch andere afrikanische oder sogar europäische Länder sein).
  • Offizielles Schreibpapier
    Teilweise sind die Schreiben auf offensichtlich gefälschtem Geschäftspapier offizieller Stellen verfasst.
  • Fotokopierte Briefe
    Die Briefe sind meistens fotokopiert; sie werden im Massenversand verschickt.
  • Vertraulich
    Die Schreiben sind meist gekennzeichnet mit "confidential", "strictly confidential", "urgent". Die Schreiben enden häufig mit Floskeln wie "please treat this transaction as strictly confidential", "this information is highly confidential"; "this subject is classified sensitive".
  • Dringlich
    In den Schreiben wird meist auf die absolute Dringlichkeit eines Geschäftsabschlusses hingewiesen.
    Hohe Geldsummen. Es wird von sehr hohen Geldsummen gesprochen, die kurzfristig auf Ihr Konto transferiert werden sollen (von 25 bis 90 Mio. US$).
  • Hoher Gewinn
    Der versprochene Gewinn beträgt meist 15 bis 35% dieser Summe.
So schützen Sie sich:
  • Nicht antworten und Briefe vernichten
    Das BAP rät dringend, auf solche Schreiben gar nicht zu antworten, nicht einmal im Sinne einer Absage. Die Täter kommen sonst in den Besitz von Originalunterschriften, Geschäftspapier, Telefonnummern oder Bankverbindungen. Diese können zu betrügerischen Zwecken verwendet werden, etwa für Vollmachten, Visagesuche oder Banktransaktionen. Das BAP empfiehlt, die dubiosen Briefe und Faxe zu vernichten beziehungsweise Mails zu löschen.
  • Sich bei offiziellen Anlaufstellen informieren
    Selbstverständlich gibt es auch seriöse nigerianische Geschäftsleute, die wegen des schlechten Rufes, den Nigeria durch diese Betrügerbriefe inzwischen erlangt hat, grosse Einbussen erleiden. Wer neue Geschäftsbeziehungen mit nigerianischen Partnern eingehen will und unsicher ist, ob es sich um seriöse Geschäftsleute oder um Betrüger handelt, kann bei seiner Bank, bei der Schweizerischen Zentrale für Handelsförderung oder bei der Schweizerischen Botschaft in Lagos Erkundigungen einholen.
Neuigkeiten

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Artikel

Erstellt am:
26.07.2005

Geändert am:
06.02.2009

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Mehr Infos auf der Website www.stoppbetrug.ch

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